Mit dem Buch, das mich 2008 am meisten enttäuscht hat, setze ich mich wahrscheinlich schon wieder in die Nesseln:
Simon Beckett: Die Chemie des Todes
Über alle Maßen gehypt, hat dieses Buch weder Spannung noch Inhalt noch ein schlüssiges Ende zu bieten. Wer so viele Krimis gelesen hat wie ich, durchschaut das Muster sehr schnell – und raucht vor Wut. Die Chemie des Todes ist extrem vorhersehbar, unwahrscheinlich schlecht geschrieben und einfach durch und durch grottig.
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Was das Jahr 2007 an literarischem Müll für mich zu bieten hatte:
1. Stephen Fry: Das Nilpferd (schwerstens uninteressant)
Ganz schön wenig, nur eins. Das war wohl das Ich-hab-keine-Zeit-für-schlechte-Bücher-Jahr. Das sich jedes Jahr wiederholt.
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Was das Jahr 2006 an Abscheulichem zu bieten hatte? Unter anderem vier Bücher:
1. Susan Hill: The various haunts of men (das Papier nicht wert, auf dem es gedruckt wurde!)
2. Giorgio Scerbanenco: Der lombardische Kurier (unendlich dröge)
3. David Guterson: Östlich der Berge (eine Enttäuschung neben seinen anderen Werken)
4. Heleen van Royen: Göttin der Jagd (unterste Schublade)
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Offensichtlich war ich 2005 schon ein bisschen kritischer als im Jahr davor. Immerhin drei Bücher haben es geschafft, ganze 0 Punkte zu bekommen, und zwar:
1. Martin Walser: Tod eines Kritikers (ha! so unendlich öde und uninteressant …)
2. Federica Bosca: Mi piaci da morire/Du gefällst mir zum Sterben (Die Chance, dass jemand dieses Buch in die Hände bekommt, ist zum Glück eh verschwindend gering.)
3. Alessandra Appiano: Domani ti perdono/Morgen vergebe ich dir (siehe eins weiter oben)
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Welcher Teufel hat mich geritten, als ich dieses Buch gekauft habe? Man sollte nicht auf andere hören, die einem was empfehlen. Und schon gar nicht sollte man den Klappentexten glauben: Ich weiß das, ich schreibe selbst ständig welche. Dieses Buch wird seinem Klappentext jedenfalls alles andere als gerecht. Bereits nach drei Seiten weiß ich, dass ich dieses Ding aus Papier mit Buchstaben drauf nicht mag. Und dass sich das bis zum Ende nicht ändern wird. Was also tun? Das Dilemma beginnt: So sehr es mich quält, ich schaffe es nicht, einen Roman wegzulegen. Nein, ich nehme eine stoische Haltung ein und lasse die Folter über mich ergehen. Völlig sinnlos! Ich sollte mir das endlich abgewöhnen.
Die Geschichte ist so unendlich langweilig, dass ich sie nicht einmal nacherzählen kann. In einem kleinen Dorf irgendwo an einem abgelegenen Ort, an dem es immer kalt ist, wird einer ermordet – und der Sohn einer Frau wird verdächtigt. Er ist verschwunden, sie will ihn suchen. Sie geht aber nicht allein und sie findet ihren Sohn, der gar nicht von ihr ist, auch sehr schnell. Spannung verflogen. Die Suche nach dem Mörder ist öde, nichts an der Geschichte interessiert mich – die Dialoge sind flach, die verschiedenen Charaktere spiegeln nichts wider. Ich kann mich nicht hineinfinden in dieses Buch – und will es sehr schnell auch gar nicht. Ich fange an, den Text, die Absätze, die Seiten zu überfliegen, und bin erleichtert, als es endlich vorbei ist. Langeweile pur, inhaltloses Geschwätz, nichts Neues, null Originalität und daher null Punkte.
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